Predigreihe mit Texten aus der Apostelgeschichte

Apostelgeschichte 13, 1 – 52

In Apg 13 lesen wir von der ersten Missionsreise von Paulus und Barnabas. Gottes Geist hatte der Gemeinde klargemacht, diese beiden Männer auszusenden. Aber wohin? Die beiden hatten da eine Strategie: Sie reisten zuerst in die Heimat von Barnabas, nach Zypern. Sie gingen dort in die größeren Städte und erzählten von Jesus, eben dahin, wo es genug Leute gab, die die gute Nachricht weiter verbreiten würden. Weiter ging es in Hafenstädte und zentrale Orte mit Handelsstraßen oder Regierungssitzen in der heutigen Türkei, eine Ecke, mit dessen Menschenschlag Paulus sich vermutlich auskannte, weil er aus Cilicien stammte. Gott bestätigte ihre Botschaft mit vielen Wundern und Bekehrungen. Zu ihrer Strategie gehörte auch, dass sie zuerst den Juden predigten. In Antiochien wurden sie sogar gebeten wiederzukommen, aber dann hatten die beiden so viele begeisterte Menschen hinter sich, dass die Juden neidisch wurden und sie später aus der Stadt rauswarfen. Jetzt wandten sich Paulus und Barnabas an die Heiden, denen das Herz aufging, als sie erfuhren, dass die Liebe Gottes auch ihnen galt. „Und das Wort des Herrn ward ausgebreitet durch die ganze Gegend.“ (V. 49). Die Strategie unter der Leitung des Heiligen Geistes hatte funktioniert.

Wie sieht unsere Strategie aus zu Zeiten der Corona-Krise? Welche Chancen haben wir denn noch, das Evangelium weiterzusagen aus unserer Isolation heraus?

  • Das Gebet, dass der Heilige Geist uns Menschen in den Sinn gibt, die wir anrufen. Seelsorge, einfach zuhören und sich austauschen, ist gerade ganz wichtig.
  • Mails und SMS schreiben und sich erkundigen, wie es anderen geht.
  • Ermutigende Texte in seinen Status setzen (bei Whats-App). Das habe ich von zwei Freundinnen übernommen und ich staune, wie viele Menschen diese Texte täglich lesen. Oft kommen Rückmeldungen, ein „Danke, das konnte ich heute gerade gebrauchen“, einmal sogar aus 5000m Höhe in Nepal, wo eine ehemalige Kollegin festsaß, die sich über das Lied freute „…und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand!“

Letzteres wünsche ich Ihnen auch!

Silvia Witulski