Eindrücke aus Helgoland

„Im November nach Helgoland?“, fragt sich Klaus Lausberg, Mitglied des Fotovereins Halver. „Da denken doch die meisten Menschen: zu stürmisch, zu kalt und außerdem ist nichts los! Weit gefehlt!  Von November bis Januar strömen Massen von Fotografen auf die Insel, um das Highlight der Saison zu fotografieren: Die Geburt der Kegelrobbenbabys. Kaum zu glauben, dass das größte Raubtier Deutschlands den Nachwuchs in so einer kalten Jahreszeit bekommt. Ausgerüstet mit Kamera und Teleobjektiv wollte ich dieses Naturschauspiel auch sehen. Damit sich Mensch und Tier nicht zu nahe kommen, gibt es am Nordstrand einen Holzsteg über die Dünen und am Südstrand einen abgesperrten Bereich für die Fotografen.

Am ersten Morgen auf dem Dünensteg dachte ich nur: Das wird nichts, die liegen nur faul am Strand rum.  Aber nach einigen Augenblicken merkte ich, wie viel Leben da ist. An einer Stelle zofften sich zwei Bullen um die Weibchen, an anderer Stelle fand eine Geburt statt, ein paar Tage altes Jungtier räkelte sich vor lauter Langeweile im Sand rum und wartete auf die Mama. Und als sie zurückkam, wurde das Kleine liebevoll begrüßt und gesäugt. Kein bisschen Langeweile für den Fotografen.“

Wer jetzt neugierig geworden ist, kann sich die Helgoland-Fotos im Foyer des Gemeindehauses ansehen – zum Beispiel am Sonntag nach dem Gottesdienst, wenn das Gemeindecafé dazu ein Getränk und ein paar Kekse anbietet (man kann auch gern vorher schon den Gottesdienst besuchen). Auch das Café Jedermann, das donnerstags zwischen 15 und 17 Uhr seine Pforten öffnet, ist eine gute Gelegenheit. Und wer zu diesen Terminen überhaupt nicht kann, macht einfach per Email einen andern aus.