Aus der Nähe betrachtet: die Fernuni Hagen
Regelmäßige Besucher wissen längst: die Fotoausstellungen, die wir in Zusammenarbeit mit dem Fotoverein Halver durchführen, überzeugen sowohl durch ihre Unterschiedlichkeit als auch durch die persönliche ‚Handschrift‘ der jeweiligen Fotografinnen und Fotografen. Sie zeigen die breite Palette fotografischer Themen, überzeugen durch hohe Qualität und überraschen mit unerwarteten Themen.
Das tut auch Burkhard Schrage, der seit dieser Woche seine Eindrücke der Fernuniversität Hagen präsentiert. „Als gebürtiger, nicht studierter Hagener habe ich die Fernuniversität zwar wahrgenommen, mich aber nie so richtig dafür interessiert“, erklärt er seine Themenwahl, „Von der Straße aus sind nur ein sehr gepflegtes klassisches Haus und ein eckiges, langweiliges Verwaltungsgebäude zu sehen. Mehr habe ich nicht davon mitbekommen. So bin ich viele Jahrzehnte einfach mit Auto oder Fahrrad nur daran vorbeigefahren.“
Erst als er auf der Suche nach neuen Motiven in der Umgebung durch einen Freund drauf aufmerksam gemacht wurde, beschäftigte er sich näher mit dem Gebäudekomplex, in dem die 1974 gegründete Fernuniversität Hagen untergebracht ist. „An einem Samstag, ganz alleine, taten sich mir interessante Seiten dieser funktionalen, aber doch außergewöhnlichen Architektur auf“, berichtet Burkhard Schrage. Als Handwerker, zu dessen Ausbildung auch das Zeichnen und Gestalten gehört, hatte er zunächst die Malerei als Freizeitalternative zu seinem Beruf entdeckt. Erst später kam auch das Fotografieren hinzu. „Mittlerweile habe ich vier Fotokurse absolviert, bin der Fotogruppe im Hagener Freilichtmuseum beigetreten und jetzt auch glückliches Mitglied im Fotoverein Halver“, fasst er zusammen. „Fotografieren im Verein bedeutet für mich: Jeden Tag etwas Neues entdecken und von den anderen lernen.“
In den nächsten sechs Wochen kann man die Ausstellung besuchen. Eine gute Gelegenheit ist das Café Jedermann, das jeden Donnerstag von 15 bis 17 Uhr geöffnet ist, denn dann gibt es zusätzlich auch Kaffee und Kuchen. Am Sonntag, den 29. September, laden wir außerdem wieder unter dem Titel „Büfett am Sonntag“ zu einem gemeinsamen Mittag essen ein, das um 12 Uhr beginnt. Daran kann jeder teilnehmen (egal ob er den Gottesdienst um 10 Uhr besucht hat oder nicht), es wird der Planung wegen nur darum gebeten, sich bis donnerstags bei Christa Meißner unter der Telefonnummer 02359-7448 anzumelden.

